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Internationales Graduiertenkolleg DIAMICOM erforscht Diabetes Deutsche Diabetes Gesellschaft begrüßt neue Ausbildungsplattform

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Berlin – Diabetes mellitus schädigt die Gefäße in Augen, Nerven und Nieren. Die Folge sind Erblindung, Amputation von Zehen und Füßen und Nierenversagen. Ziel des internationalen Graduiertenkollegs „Diabetic Microvascular Complications“ (DIAMICOM) ist es, diese mikrovaskulären Folgeerkrankungen von Diabetes medizinisch und lebenswissenschaftlich zu erforschen, Nachwuchsforscher fachübergreifend auszubilden und die Erkenntnisse für die Vorbeugung und Behandlung zu nutzen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) freut sich, dass die Deutsche Forschungs-Gemeinschaft (DFG) jetzt 14 Heidelberger Jungforschern ermöglicht, im Rahmen von DIAMCOM gemeinsam zu lernen und zu forschen.

Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt – Tendenz steigend. „Die Bekämpfung der Volkskrankheit ist deshalb eine der vordringlichsten Aufgaben der Medizin“, sagt Dr. Dietrich Garlichs, Geschäftsführer der Deutschen Diabetes Gesellschaft aus Berlin. Doch es fehle an qualifiziertem Nachwuchs in der Wissenschaft. Die deutsch-holländische Ausbildungsplattform DIAMICOM bietet jungen Wissenschaftlern aus Medizin, Biologie und Biowissenschaften die Möglichkeit, die Folgeerkrankungen von Diabetes zu untersuchen und sich dabei zu qualifizieren. Durch gemeinsames Lernen und Forschen fließen klinische und natur- und ingenieurwissenschaftliche Aspekte in die Ergebnisse ein. „Auf diese Weise bündelt das Projekt fachübergreifendes Wissen und größte Methodenkompetenz für die Diabetesforschung“, so Garlichs.

Die 36-monatige Ausbildung umfasst die Krankheitsmechanismen von Diabetes in Augen, Nieren und Nerven sowie praktische und theoretische Module. „Unser Ziel ist die gemeinsame Ausbildung von Medizin- und lebenswissenschaftlichen Doktoranden. Gleichzeitig sollen die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ intensiv vorbereitet und früh zu wissenschaftlicher Selbstständigkeit geführt werden werden“, sagt DIAMICOM-Sprecher Professor Dr. Hans-Peter Hammes, Leiter der Sektion Endokrinologie an der V. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim. Geplant sei eine intensive Zusammenarbeit der geförderten Jungwissenschaftler der Universität Heidelberg mit der Universität Groningen.

Die DDG begrüßt diese hoch attraktiven Qualifizierungschance für junge Forscher, die sich für Diabetes interessieren. „Denn nur mit fachübergreifenden Anstrengungen werden wir im Kampf gegen Diabetes erfolgreich sein“, so Dietrich Garlichs. Das Programm folgt den Zielen und Empfehlungen der DIAMAP, einer EU-Initiative, zu deren Aufgaben der Überblick über die Diabetesforschung in Europa gehört. Partner des DFG-geförderten Projekts ist auch die Pharmafirma Sanofi, die neben praktischen Ausbildungsmodulen Industrieerfahrung beisteuert. Weitere Informationen zu DIAMICOM finden Interessierte unter: www.umm.uni-heidelberg.de/ag/grk1874/

Für Doktorandenstipendien der DIAMICOM können sich interessierte Studenten noch bis zum 1. Dezember 2012 bei der Hartmut Hoffmann-Berling International Graduate School of Molecular and Cellular Biology (HBIGS) bewerben. Weitere Informationen unter www.hbigs.uniheidelberg.de/main_application.html

 

Gefäß-Operation auch im hohen Alter sinnvoll Chirurgen fordern spezialisierte gefäßchirurgische Versorgung

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Berlin – Durchblutungsstörungen – etwa in den Beinen, in der Bauchschlagader oder am Herzen – sind der häufigste Grund für eine Einweisung in deutsche Krankenhäuser. Jährlich stellen Ärzte hierzulande mehr als 200 000 gefäßchirurgische Hauptdiagnosen, vor allem bei betagten Patienten. Die Zahl der Fälle wird in den nächsten Jahren um 30 Prozent steigen, denn unsere Bevölkerung altert. Die Kosten für die Therapie belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro. Wie sich auch bei Hochbetagten gefäßchirurgische Eingriffe sicherer und zugleich effizienter machen lassen, diskutieren Experten im Rahmen der Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) am 5. Dezember 2012 in Berlin. In jedem Fall setze dies voraus, so die Experten, der Gefäßchirurgie in den Kliniken mehr Gewicht zu verleihen.

Im Jahr 2030 wird jeder Dritte Bundesbürger über 60 Jahre alt sein. Dementsprechend wird in den kommenden Jahren der Anteil der stationären Behandlungen im Krankenhaus bei den über 60-Jährigen auf über 60 Prozent ansteigen. Vor allem die Zahl der Herz- Kreislauferkrankungen wird erheblich zunehmen: Verengte Gefäße in den Beinen oder gar eine überdehnte Bauchschlagader können schnell das Leben eines Patienten in Gefahr bringen. Gefäßchirurgische Operationen sind jedoch vor allem für ältere Patienten mit hohen Risiken verbunden, weiß Professor Dr. med. E. Sebastian Debus, Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) aus Hamburg: „Hochbetagte werden daher oft erst operiert, wenn die Krankheit weit fortgeschritten ist“. Doch gerade diese späten Eingriffe verursachten die Hauptkosten. „Wir streben deshalb an, durch Spezialisierung und innovative Technik die Eingriffsinvasivität zu minimieren und zugleich die Effektivität der Behandlung zu maximieren“, sagt der Direktor der Klinik und Poliklinik für Gefäßmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

 

Eine aufgeweitete Bauchschlagader etwa operierten Ärzte früher in aufwendigen, offenen Eingriffen. Heute wird ein solches Aortenaneurysma meist minimalinvasiv behandelt: Der Operateur setzt über einen Katheter ein Röhrchen aus Drahtgeflecht in die Ader ein, um diese zu stabilisieren. „Dadurch treten seltener Komplikationen auf, der Patient kann früher nach Hause und braucht meist keine Rehabilitation“, sagt Debus. Dieses Vorgehen schont also den Patienten, verhindert Komplikationen und spart zugleich Kosten.

Denn allein die Behandlung von Durchblutungsstörungen kostet in Deutschland pro Jahr bis zu drei Milliarden Euro. 92 Prozent davon entfallen auf hoch betagte Patienten, erläutert Professor Debus und mahnt: „Die Spezialisierung der Gefäßchirurgie kann Kosten minimieren, vor allem aber ist sie dringend erforderlich“ Trotzdem unterhält nur etwa ein Drittel aller Kliniken eine eigenständige Abteilung für Gefäßchirurgie. Bisher hindere vor allem Personalmangel die Gefäßchirurgen daran, das Fachgebiet weiterzuentwickeln und die Spezialisierung voranzutreiben. “Denn in den meisten Krankenhäuser arbeitet die Gefäßchirurgie nicht autark und wird ohne eigene Personalhoheit betrieben“, so Debus. Es sei deshalb etwa nicht möglich, Mitarbeiter auszuwählen, anzustellen und zu befördern. Dies verhindere, die gefäßchirurgische Spezialisierung für den ärztlichen Nachwuchs attraktiv zu gestalten.

Wie immer mehr hoch Betagte ohne steigende Kosten von neuesten gefäßchirurgischen Techniken profitieren können, darüber diskutieren Experten auf der Pressekonferenz der DGCH.

Nachhaltig abnehmen mit Inter-Learn

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Berlin – Bei der Behandlung von übergewichtigen und adipösen Kindern und Jugendlichen in spezialisierten Kliniken werden in der Regel schnell Erfolge erzielt: Die Betroffenen stellen während des stationären Aufenthalts ihre Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten um und nehmen deutlich ab. Gerade im Vergleich zur ambulanten Behandlung, bei der die Kinder von zu Hause aus versuchen, ihren Lebensstil zu ändern, ist die stationäre Therapie zunächst einmal zielführender. Doch sobald die Patienten in ihr gewohntes Lebensumfeld zurückkehren, fallen sie häufig in bekannte Muster zurück. Das Projekt „Inter-Learn“ soll erforschen, ob sich dieser Rückfall durch Einsatz von Teletechnologie aufhalten lässt.

Gemeinsam mit der Medigreif Inselklinik Heringsdorf initiierte diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe die Studie Inter-Learn. „Mithilfe einer App auf ihren Smartphones sollen Kinder und Jugendliche mit Diabetes nach der stationären Rehabilitation die strukturierte Behandlung ihres Übergewichts weiterführen“ erklärt Chefarzt Prof. Ralf Schiel das Projekt. „So wird die Überwachung des Lebensstils ermöglicht und die Motivation zur Gewichtsabnahme erhöht.“

Das funktioniert mithilfe von Telemedizin, welche die Betroffenen bereits während ihres Klinikaufenthalts verwenden lernen. Ein innovatives Programm registriert sowohl Bewegung als auch Ernährung. Zum einen überwachen die Beschleunigungssensoren des Smartphones die körperliche Aktivität des Patienten (DiaTrace). Die Bewegungsform, körperliche Leistung und aufgewendete Zeit werden in einem Diagramm angezeigt. Es wird genau aufgezeichnet, wie sich der Patient während der stationären Behandlung bewegt. Stellt das Programm signifikante Abweichungen von den therapeutischen Zielvorgaben fest, weist es den Probanden darauf hin. Erkennt es jedoch besonders gute Werte, erhalten die Teilnehmer kleine Belohnungen wie einen Cartoon aufs Handy.

Des Weiteren werden mit der Handykamera Fotos des konsumierten Essens gemacht und von der Software an den Case-Manager gesendet. Dieser steht mit den Teilnehmern der Studie in Kontakt und evaluiert die Therapie systematisch. So wird unter anderem die Energiezufuhr gemeinsam ausgewertet.

Nach dem Klinikaufenthalt trifft sich der Case-Manager mit den Probanden, um über den aktuellen Therapieverlauf im Bilde zu sein. Alle drei Monate findet ein eintägiges Nachsorgetreffen in der Rehabilitationsklinik statt, an welchem neben dem Case-Manager und den Teilnehmern auch die in die ursprüngliche stationäre Therapie involvierten Ärzte, Psychologen, sowie Ernährungs- und Sporttherapeuten teilnehmen.

Die Inter-Learn Studie hat im Herbst 2012 an der Medigreif Inselklinik Heringsdorf mit 60 Teilnehmern begonnen. 30 Patienten der Klinik im Alter von zehn bis 18 Jahren erhalten die telemedizinische Unterstützung, eine Kontrollgruppe von weiteren 30 Betroffenen wird konventionell behandelt. Nachdem die Teilnehmer rekrutiert sind, wird die Nachuntersuchungsphase mit einer Dauer von zwölf Monaten beginnen, auf die eine Auswertungsphase von vier Monaten folgt. So wird nach spätestens 24 Monaten feststehen, ob Inter-Learn einen signifikanten Beitrag zur nachhaltigen Gewichtabnahme leisten kann.

Neben Spendeneinnahmen für das Projekt auf der diesjährigen Charity-Gala freut sich diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe über die Unterstützung von Inter-Learn durch Boehringer Ingelheim in Form einer Spende von 10.000,00 €. Mit dem Projekt der Reduktion von Übergewicht und Adipositas könnte man der Prävention von Diabetes Typ 2 einen entscheidenden Schritt näherkommen.

Spenden für Inter-Learn werden stets gebraucht und können auf folgendes Konto überwiesen werden:

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

Spendenkonto 60 60, Stichwort „Inter-Learn“

Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 100 205 00

Eine Verbesserung der Hormonanalytik gelingt nur interdisziplinär Testosteron – ein Biomarker der Gesundhei

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Bonn/Mannheim – Männer mit niedrigen Testosteronwerten sind neueren Studien zufolge besonders anfällig für Bluthochdruck oder Diabetes Typ 2. „Um die Hormonwerte zuverlässig zu ermitteln und anhand dessen auf mögliche Gesundheitsrisiken zu schließen, sind sowohl Kenntnisse in der Laboranalytik als auch die Beurteilung des klinischen Kontextes erforderlich“, betont Professor Dr. med. Henri Wallaschofski vom Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin der Universitätsmedizin Greifswald. Die indikationsgerechte Labordiagnostik und aktuelle Entwicklungen zur Verbesserung der Laboranalytik von Sexualhormonen sind Themen der 9. Jahrestagung der Deutschen Vereinten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) vom 26. bis 29. September 2012 im Congress Center Rosengarten in Mannheim.

Hormone sind Botenstoffe, die nahezu an allen Regulationsvorgängen und Prozessen des Körpers beteiligt sind und zahlreiche Abläufe in unterschiedlichen Geweben und Organen steuern. Sowohl manifeste Stoffwechselerkrankungen als auch gesundheitliche Risikosituationen weisen häufig charakteristische Störungen der Hormonsekretion auf. Die Konzentrationsbestimmung von Hormonen im Blut und anderen Körperflüssigkeiten ist eine wichtige Grundlage bei der Diagnostik, Verlaufsbeurteilung und Therapie vieler Stoffwechselerkrankungen. Zu den am häufigsten untersuchten Hormonen zählt das Sexualhormon Testosteron, das bei Männern und Frauen vorkommt, sich aber in Konzentration und Wirkungsweise bei beiden Geschlechtern deutlich unterscheidet. Die vielfältigen biologischen Funktionen umfassen neben dem sexuellen Verlangen und Lustempfinden auch eine Beeinflussung des Protein- und Muskelstoffwechsels, den Knochenaufbau und die Fortpflanzung.

Studien deuten darauf hin, dass die Testosteron-Konzentration im Blut von Männern auch Hinweise auf Erkrankungen geben kann. So zeigte eine Untersuchung an rund 2000 männlichen Einwohnern aus Mecklenburg-Vorpommern, die im Kontext der Gesundheitsstudie Study of Health in Pomerania (SHIP) untersucht wurden, dass das Sexualhormon eng mit der Blutdruckregulation verknüpft ist. Demnach gehen niedrige Testosteronwerte mit einer um fast 20 Prozent erhöhten Gefahr für zu hohen Blutdruck einher. Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie etwa Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Bei SHIP handelt es sich um eine Bevölkerungsstudie mit umfangreichen Untersuchungen sowie Blut- und Urinproben, die seit über zehn Jahren mit über 4000 Probanden mit mittlerweile drei Untersuchungswellen läuft. In einer anderen Studie, die ebenfalls auf SHIP-Daten basiert, sind geringe Konzentrationen des Hormons bei Männern mit einer um das Dreifache erhöhten Gefahr für die Entstehung von Typ-2-Diabetes verbunden. Eine dritte Untersuchung deutet sogar darauf hin, dass ein Testosterondefizit auch mit einem deutlich gesteigerten Risiko, zu versterben, einhergeht. „Unklar ist allerdings bislang, ob geringe Testosteronkonzentrationen solche Gesundheitsprobleme verursachen oder ob sie lediglich als Biomarker auf diese Risiken hinweisen“, betont Professor Wallaschofski, der an allen drei Studien beteiligt war.

Dennoch weist die aktuelle Analytik auch noch Limitationen durch unzureichende Harmonisierung oder Standardisierung von unterschiedlichen Immunoassays oder die Frage adäquater Referenzbereiche auf. Zudem werden präanalytische Einflussfaktoren bei der Interpretation der Befunde unzureichend beachtet. Trotz ihrer Limitationen werden diese Verfahren jedoch aufgrund ihrer weiten Verbreitung und leichten Automatisierbarkeit auch in den nächsten Jahren praktisch eine wesentliche Rolle spielen. „Deshalb ist es der DGKL ein besonderes Anliegen, für die Qualität der Labordiagnostik ein Problembewusstsein zu schaffen und durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit klinisch endokrinologisch tätigen Kollegen eine nachhaltige Verbesserung der Qualität in diesem Bereich zu erzielen“, betont der DGKL-Präsident Professor Dr. med. Joachim Thiery vom Institut für Laboratoriumsmedizin der Universität Leipzig. Möglichkeiten und Grenzen von Sexualhormon-Untersuchungen erörtern Experten auf der 9. Jahrestagung der DGKL vom 26. bis 29. September 2012 im Congress Center Rosengarten in Mannheim.

Literatur:

Torkler S., Wallaschofski H., Baumeister S.E., Volzke H., Dorr M., Felix S., et al. Inverse association between total testosterone concentrations, incident hypertension and blood pressure. Aging Male 2011;14:176–82

Schipf S., Haring R., Friedrich N., Nauck M., Lau K., Alte D., et al. Low total testosterone is associated with increased risk of incident type 2 diabetes mellitus in men: results from the Study of Health in Pomerania (SHIP). Aging Male 2011;14:168–75

Terminhinweise:

9. Jahrestagung der Deutschen Vereinten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) vom 26. bis zum 29. September 2012

Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim

neuroRAD – 47. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie, 11. bis 13. Oktober 2012, Gürzenich Köln

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Die 47. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) findet vom 11. bis zum 13. Oktober 2012 im Gürzenich Köln statt. Als Medienvertreter laden wir Sie herzlich ein, den Kongress zu besuchen, ihn für Ihre Recherche zu nutzen und darüber zu berichten. Um Ihre Teilnahme zu bestätigen, akkreditieren Sie sich bitte per E-Mail, Fax oder Post. Ein entsprechendes Anmeldeformular finden Sie unten. Ihre Pressekarte erhalten Sie vor Ort. Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 0711 8931-693 gerne zur Verfügung. Das Kongressprogramm und weitere Informationen zum Kongress finden Sie im Internet unter www.neurorad.de.

Orthotec Europe 2012: Kongressmesse für Orthopädietechnik

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Vom 12. bis 13. September findet in Zürich die dritte „Orthotec Europe“ statt. Der Schwerpunkt der Kongressmesse im Hotel Mövenpick liegt auf Biomaterialien, Technologien und Dienstleistungen rund um die Bearbeitung von Metallen und Kunststoffen sowie Polier-, Veredelungs-, Verpackungstechnik.

Wer auf der Suche nach Bearbeitungszentren für orthopädische Produkte ist, dürfte ein paar Tage später auf der AMB in Stuttgart besser aufgehoben sein. Denn es sind weniger große und schwere Maschinen als vielmehr kleine oder filigrane Exponate, die die Besucher der „Orthotec Europe“ erwarten dürften. Weiter hier:

Biotechnologie in Israel

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Mehr als 1.000 Start-ups aus den Life Sciences finden sich in Israel. Mit neuen Konzepten hat die Regierung den Technologietransfer und die Gründung neuer Firmen stimuliert. Sie treffen sich auf der ILSI Biomed, Israels größter Life Sciences-Messe.

„Thieme Teaching Award“ für Studie zur medizinischen Lehre Im Zweifel zuerst Theorie lernen und dann den Notfall üben

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Stuttgart – Sollen Medizinstudierende gleich den Notfall an einer Puppe üben? Oder ist der Lernerfolg größer, wenn angehende Ärzte zunächst theoretisch unterwiesen werden und sich anschließend am Simulator versuchen? Diese Frage hat jetzt erstmals Dr. med. Georg Breuer systematisch untersucht, Oberarzt für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Erlangen. Mit Erfolg: Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hat das innovative Forschungsprojekt im Rahmen des Deutschen Anästhesiekongresses (DAC) am vergangenen Sonnabend in Leipzig mit dem „Thieme-Teaching-Award“ ausgezeichnet. Die Thieme Verlagsgruppe, Stuttgart, stiftet die mit 5 000 Euro dotierte Auszeichnung.

Im Jahr 2002 wurde das Medizinstudium reformiert mit dem Ziel, Ärzte stärker praxisbezogen auszubilden. Seither arbeiten Nachwuchsärzte in vielen Bereichen, vor allem in der Notfallmedizin, mit Patientensimulatoren. Die Studierenden üben dabei die Wiederbelebung etwa nach einem Herzinfarkt an Puppen. Bislang ungeklärt ist, ob es sinnvoller ist, sie zunächst theoretisch zu unterweisen oder ob sie am Patientensimulator „den Sprung ins kalte Wasser“ wagen sollten, um aus ihren Fehlern zu lernen. „Bisher regeln alle Universitäten dies unterschiedlich“, berichtet Georg Breuer.

 

In seiner Pilotstudie eines mehrstufig angelegten Forschungsprojekts hat der Anästhesiologe aus Erlangen daher an 20 Probanden untersucht, welcher Ablauf das Handlungswissen begünstigt. Dabei verteilte er die Studierenden im Alter zwischen 21 und 42 Jahren nach dem Zufallsprinzip auf zwei Lerngruppen. Beide Gruppen versorgten am Simulator verschiedene Notfälle – einen anaphylaktischen Schock und einen Herzinfarkt. Die Theorie lernten sie entweder vorher oder nachher mit einem Standard-Vortrag.

 

Alle Probanden erhielten vorab einen Fragebogen, der Persönlichkeitseigenschaften, Arbeitsstil, medizinisches Vorwissen, aktuelle Stimmung und persönliche Angaben erfragte. Abschließend füllten die Teilnehmer einen zweiten Fragebogen aus, mit dem berufliches Fähigkeitsselbstkonzept, Selbstwirksamkeitserwartung, Umgang mit Medien sowie Stimmung untersucht wurden. Alle Teilnehmer mussten zudem einen Wissenstest absolvieren und ein Interview zum Stresserleben am Simulator führen.

Ergebnis der Studie „Der Sprung ins kalte Wasser: Eine qualitative und quantitative Untersuchung zu simulatorbasiertem Lernen im Bereich Notfallmedizin“: Für den Wissenserwerb spielte keine ausschlaggebende Rolle, ob zunächst Theorie oder Simulation gelehrt wurde. „Allerdings zeigte sich eine leichte Überlegenheit für die Reihenfolge Theorie-Simulation“, resümiert Dr. Breuer. „Das unvorbereitete Simulator-Training ist nicht für jeden Studierenden von Vorteil. Extrovertierte Persönlichkeiten profitieren davon, andere Studierende reagieren ängstlich und gereizt.“ Die Untersuchung soll demnächst veröffentlicht werden.

Um den „Thieme Teaching Award“ bewerben sich Mitglieder der DGAI mit Arbeiten auf dem Gebiet der Lehre, Fort- und Weiterbildung in Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerzmedizin. Die Thieme Verlagsgruppe stiftet den Preis in diesem Jahr zum neunten Mal.

 

Was ist eine „Angina pectoris“?

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Diakonie: Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund stärker in den Blick nehmen

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Berlin, 4. Mai 2012 Die Diakonie fordert, die Belange von Migranten mit
Behinderung stärker zu berücksichtigen. „Die gesetzlichen und finanziellen
Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass auch Migranten mit
Behinderung einen barrierefreien Zugang zu den Leistungen des Sozialsystems
haben und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können“, betont
Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier anlässlich des Europäischen Protesttages
zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.

Die Praxis zeige, dass Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund
Angebote und Dienste für Menschen mit Behinderung seltener in Anspruch nehmen.
„Migranten mit einer Behinderung stehen oft vor zusätzlichen Herausforderungen.
Sie müssen sich in einer fremden Gesellschaft und in einem fremden System aus
Hilfen und Unterstützung zurechtfinden. Häufig kommen sprachliche
Schwierigkeiten hinzu. Viel zu oft werden Migranten mit Behinderung von den
Angeboten nicht erreicht“, kritisiert Stockmeier.

Die Diakonie setzt sich daher dafür ein, Angebote und Dienste interkulturell zu
öffnen. „Dazu zählt zum Beispiel eine kultursensible Ausbildung, in der
Fachkräfte lernen, mit den verschiedenen kulturspezifischen Bedürfnissen der
Menschen umzugehen“, betont der Diakonie-Präsident. Wichtig seien auch
Information und Beratung in verschiedenen Sprachen, die auf kulturelle
Unterschiede und Bedürfnisse eingehen. Dies erleichtere Menschen mit
Migrationshintergrund den Zugang zu den Diensten und Angeboten und helfe,
Barrieren und Ängste abzubauen.

Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland haben eine Behinderung. Der Anteil
der Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund ist nicht genau bekannt.

Einen Bericht über Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund findet
sich auf diakonie.de unter https://www.diakonie.de/diakonie-news-188-behinderung-und-migration-9106.htm . In den kommenden Tagen werden dort weitere Geschichten sowie ein Video zu Menschen mit Behinderung veröffentlicht.

Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und die Fachverbände für Menschen mit
Behinderung haben eine „Gemeinsame Erklärung zur interkulturellen Öffnung und
zur kultursensiblen Arbeit für und mit Menschen mit Behinderung und
Migrationshintergrund“ verabschiedet. Diese kann heruntergeladen werden unter
https://www.bagfw.de/fileadmin/media/Projekte_2012/Gemeinsame_Erkl%C3%A4rung_2012-01-23_final.pdf
Auf https://www.bagfw.de/hier-ist-text-in-leichter-sprache/ findet sich ein Link
zu der 20seitigen Erklärung in einfacher Sprache.

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